Archiv mit starker Stimme

Heimatstiftung der VR-Bank spendete Beschallungsanlage für 1400 Euro

GENSUNGEN. Große Freude beim Förderverein Stadtarchiv Felsberg: Bei öffentlichen  Veranstaltungen sind Rednerinnen und Redner jetzt für alle Besucher sehr gut zu hören. Dank einer neuen Beschallungsanlage, die die Heimatstiftung der VR-Bank Schwalm-Eder gespendet hat. Die moderne Technik mit Mikrofonen, Lautsprechern und Verstärkern hat einen Wert von 1400 Euro. „Das Kuratorium hat die Spende einstimmig beschlossen, und wir sind überzeugt, dass das Geld hier sehr gut angelegt ist.“ Das sagte der Geschäftsführer der Heimatstiftung, Ingo Päschke, im Gespräch mit dem Fördervereins-Vorsitzenden Klaus Winter, seiner Stellvertreterin Kornelia Dittmar und Kassiererin Elke Lück.

Anfragen aus den USA

„Wichtig ist, dass die Erinnerung wach gehalten wird“, betonte Ingo Päschke. Der Förderverein Stadtarchiv sei ein lebendiger Verein mit vielen Aktiven und guten Aktivitäten. Die Mitglieder leisten auch mit ihrer Ahnenforschung ehrenamtlich eine vorbildliche Arbeit, sagte Päschke. Er erfuhr, dass es sogar Anfragen aus den USA und aus Israel gibt – zum Beispiel von jüdischen Familien, die nach ihren Vorfahren im Edertal forschen. Bei öffentlichen Präsentationen im Archiv an der Poststraße konnte man sich oft „stimmlich nicht durchsetzen“, wie Klaus Winter berichtete. Ohne die entsprechende Technik kamen die Erläuterungen im vollen Saal nie bei allen Besuchern an. Das hat sich jetzt geändert. Bei Vorträgen des Eisenbahn-Historikers Stefan Umbach über den Bau der Main-Weser-Bahn und beim jüngsten Tag der offenen Tür zum Thema Braunkohlezeche Heiligenberg habe die neue Anlage ihre Bewährungsprobe bestanden.Im jeweils gut gefüllten Saal haben geschichtsinteressierte Menschen alles gut gehört, freut sich das Team vom Archiv. Das Thema Zeche Heiligenberg – das älteste Bergwerk Hessens war 1953 nach 399 Jahren geschlossen worden – habe über 500 Menschen gelockt. Der erste Vortrag war so gut besucht, dass er zweimal wiederholt wurde – zuletzt vor den Senioren der Feuerwehr.

Das Team des Archivs istnach den Worten von Klaus Winter begeistert vom großen Interesse in den vergangenen Jahren. Das beweist, dass Archivarbeit nichts für verstaubte Aktenschränke ist. Klaus Winter: „Wir sind jeden Vormittag hier. Und wir kommen oft nicht zum Arbeiten, weil interessierte Kunden kommen. Alle werden von uns gern bedient.“

Kontakt: Stadtarchiv Felsberg, Tel. 0 56 62 / 40 84 07, EMail:stadtarchiv@felsberg.de

VON  MANFRED  SCHAAKE