Jeder Ton macht’s schöner

Spielmannszug Homberg sanierte Vereinsheim – Im Sommer geht es an die Fassade

Bauarbeiten im vollen Gange: Die Vereinsmitglieder des Spielmannszug Homberg halfen bei der Renovierung des Vereinsheimes.                                                                                                       Foto: privat

HOMBERG. Über 2000 Arbeitsstundenhaben die Mitgliederdes Homberger Spielmannszuges in die Sanierung ihres Vereinsheimes am Stellberg gesteckt. Nun sind die Räume in dem ehemaligen Schützenheim soweit fertig gestellt, so dass dort wieder Vereinstreffen und Proben stattfinden können.

Der Spielmannzug hat seit 1976 seinen Sitz in dem alten Fachwerkhaus in der Rudolf-Harbig-Straße. Das Gebäude war schlecht gedämmt: Man habe sich darin regelrecht „tot geheizt“, sagt der Kassenwart Jürgen Keller. Jahrelang sei nichts an dem Gebäude passiert, die Einrichtung sei teilweise 50 Jahre alt gewesen. Nachdem dann aber Risse an den  Wänden auftauchten und der Fußboden sich absenkte, beschlossen die 25 Mitglieder die Renovierung ihres Vereinsheim.

Sanierung statt Abriss

Der Denkmalschutz verhinderte den Abriss des Gebäudes. Man fühlte sich aber ohnehin in dem alten Gebäude heimisch, daher sammelte der Verein das nötige Geld für die Sanierung. „Wir haben lange geplant und viele Angebote eingeholt, denn es war uns von Beginn an klar, dass wir die komplette Sanierung mit dem Geld stemmen müssen, dass wir in der Kasse hatten“, sagt Markus Gattermann, Vorsitzender des Spielmannzug.

Neue Fenster und Türen

Im Mai vorigen Jahres gingen die Arbeiten los. Die Stadt Homberg und der Heimatstiftung der VR-Bank Schwalm-Eder griffen dem Spielmannszug Homberg mit Fördergeld finanziell unter die Arme. Schnell fand sich auch der Grund für den instabilen Untergrund des  Gebäudes: zwei Stützbalken waren faul, sie mussten ausgetauscht werden. Um dem Hauptraum besser zu beheizen, wurden zwei Fenster, zugemauert, zudem eine Isoliertür eingebaut. Der Verein war dabei auf die tatkräftige Unterstützung seiner Mitglieder  angewiesen. Mithilfe von Aufrufen auf Facebook und auf der Internetseite des Vereins waren bei den insgesamt 60 Arbeitseinsätzen viele Mitglieder und Freunde des Vereins im Inneren des Gebäudes im Einsatz. Im Sommer soll die Erneuerung der Außenfassade des Vereinheims beginnen. „Die 15 Auftritte, die wir durchschnittlich im Jahr haben, kommen jetzt hauptsächlich unserem Vereinsheim zugute“, sagt Markus Gattermann. So sammele der Verein Geld für die Renovierung der Toiletten und der Fassade. Die Kosten für die komplette Sanierung könne der Verein allerdings nicht allein stemmen, es seien weitere Förderanträge notwendig.

• Termin: Im Mai will sich der Spielmannszug Homberg mit einem Tag der offenen Tür bei allen Helfern bedanken.

V O N  MA R G A R E T E  L E I S S A

In sanierten Räumen: von links Markus Gattermann, Vorsitzender des Spielmannzugs Homberg, Heike Hepe (2. Kassiererin), Jürgen Keller (Kassierer), Ingo Päschke (Geschäftsführer Heimatstiftung VR-Bank Schwalm-Eder), Anja Kukuck-Peppler (Generalbevollmächtigte der VR-Bank Schwalm-Eder), Cornelia Braun (Pressewart), Yvonne Gattermann (Schriftführerin) und Sabrina Wojcik (2. Vorsitzende)                                                                           Foto Leisa