Wieder Leben in der Villa

Viel Platz zum Spielen: Rengshäuser Kinder am neuen Billardtisch in der Villa Kunterbunt, die nun Treffpunkt für Kinder und Jugendliche ist. Dahinter Bürgermeister Jörg Müller, Jugendpflegerin Stephanie Wehse und Ingo Päschke von der Heimatstiftung der VR Bank Schwalm-Eder.      Foto:Thiery

Ex-Kindergarten ist Sitz der Jugendpflege – VR Bank spendete 1900 Euro

RENGSHAUSEN. Knüllwalds Jugendpflegerin Stephanie Wehse ist fast drei Jahre im Amt. Seither hat sich viel in der Jugendarbeit im Knüll getan. Mit der Umgestaltung der Villa Kunterbunt vom Kindergarten zum Jugendtreff ist nun wieder etwas in Rengshausen gelungen.
Kinder und Jugendliche haben nun in Rengshausen einen festen Anlaufpunkt. Dort befindet sich auch das Büro der Jugendpflegerin.
Nachdem der Kindergarten im vergangenen Jahr in ein neues Gebäude umgezogen war, gestalteten sich die Rengshäuser Jugendlichen die Villa, wie sie sie nun nennen, um. „Mir war es wichtig, dass sie selbst mitanpacken, die Wände streichen“, sagt Wehse. Das sei aber nicht so einfach gewesen. Viele seien mit Schule und Hobbies ganz schön eingebunden. Anfangs lief das schleppend. Zum Schluss habe es dann doch noch gepasst. Um die 120 Quadratmeter mit Küche, großem Aufenthaltsraum im Obergeschoss und Essecke herzurichten, brauchte die Gemeinde Geld. Die Heimatstiftung der VR Bank Schwalm-Eder spendete 1900 Euro. Davon kauften sie Spielgeräte wie den Billardtisch, ein Air Hockey und
eine Musikanlage.
Ingo Päschke von der Stiftung schaute sich die neuen Räume an. Die Wände wurden neu gestrichen und die Zimmer mit gebrauchten Möbeln hergerichtet. In der zweiten Etage gibt es einen großen Raum für eine Disko und zum Übernachten. „Das ist bei den Jugendlichen total beliebt“, sagt Wehse. Mutter Anja Engelhard sieht die Jugendarbeit als große Bereicherung für den Ort. „Die Ferienspiele, die Aktionen im Schwimmbad, die Kinder nehmen das gerne an“, sagt sie.
Ausflüge
Neben dem Rengshäuser Domizil gibt es nun in Remsfeld einen Jugendraum sowie einen Treffpunkt in Oberbeisheim und in Niederbeisheim. Weiteres Standbein der Jugendarbeit
sind Ausflüge, demnächst geht es nach Hamburg. Bürgermeister Jörg Müller: Wir haben die richtige Person für diesen Job gefunden. Die Stelle war Jahre unbesetzt. Der Landkreis fördert die Kosten für die Jugendpflegerin mit 40 Prozent. (zty)

Termine: Zum Treffen, Spielen und Klönen ist die Villa wieder am Donnerstag, 13. Februar
und am Donnerstag, 27.März, jeweils von 19 bis 22 Uhr geöffnet.

Das sagt die Jugendpflegerin

Jugendarbeit ist wichtig für das soziale Lernen, sagt Jugendpflegerin Stephanie Wehse. Die Kinder und Jugendlichen können sich freiwillig außerhalb der Schule treffen. Dabei spiele das
Zusammensein eine andere Rolle. „Ich kann ganz anders auf sie eingehen“, meint sie. Wichtig sei das Vertrauen, das aufgebaut werde. Dabei helfe ihr die ständige Erreichbarkeit. „Sie haben
meine Telefonnummer und können immer anrufen.“ (zty)