Mehr Zeit für Schüler

Agentur mp2 und VR-Bank Schwalm-Eder spenden für Intensivklassen

Freuen sich über die Spenden: Die Agentur mp2 und die VR-Bank Schwalm-Eder spendeten für ein Projekt an der Gesamtschule. Von links Schulleiter Dr. Matthias Bohn, Melsungens Bürgermeister Markus Boucsein, mp2-Geschäftsführer Gerhard Schmoll, Anja Kukuck-Peppler und Christopher Rauschenberg von der VR-Bank Schwalm-Eder, Dietmar Dargel, Sozial-pädagogin Anke Kothe, Ilona Braun vom Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen und Lehrerin Anne Krämer mit Schülern der Intensivklassen.

Foto: Kamisli

MELSUNGEN. Integration funktioniert nicht ohne Sprache. An der Gesamtschule in Melsungen lernen derzeit rund 25 Mädchen und Jungen die deutsche Sprache in zwei Intensivklassen. Beim Lernen werden sie von Lehrern und Sozialpädagogin Anke Kothe begleitet. Spenden und die Unterstützung des Fördervereins für ein zukunftsfähiges Melsungen machen es möglich, dass Kothe mehr Zeit in den Klassen verbringen kann, als vom Ministerium vorgesehen.

Gerhard Schmoll von der Agentur mp2 hat jetzt eine Spende über 1000 Euro für das Projekt übergeben. Die VR-Bank Schwalm-Eder steuerte 2000 Euro bei. Der Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen unterstützt das Projekt, das es in dieser Form seit 2015 gibt, jährlich mit 10 000 Euro. 4000 Euro, die über Spendenläufe der Schüler eingenommen werden, fließen ebenfalls in das Projekt, sagt Schulleiter Dr. Matthias Bohn.

Die Jungen und Mädchen in den beiden Intensivklassen lernen altersübergreifend und haben pro Woche 20 Stunden Unterricht unter anderem in Deutsch, Mathe und Englisch, berichtet Lehrerin Anne Krämer. Sozialpädagogin Kothe begleitet das Projekt ebenfalls mit 20 Stunden. „Das gibt den Schülern eine gewisse Kontinuität“, sagt sie. In der Regel begleiten immer zwei Erwachsene den Unterricht. Außerdem sei durch das Team aus Lehrer und Sozialpädagogin eine individuellere Förderung möglich. Die Schüler brächten sehr unterschiedliche Voraussetzungen mit. Die Spanne reiche von keiner Schulbildung bis hin zu Schülern mit guter Vorbildung. Das erfordere viel Flexibilität.

Die Jungen und Mädchen könnten bis zu zwei Jahre an dem Projekt teilnehmen, sagt Krämer. Wenn ihre Deutschkenntnisse allerdings gut genug für den Regelunterricht seien, ende die Teilnahme am Projekt.

Während die Schüler die Intensivklassen besuchen, nehmen sie bereits bis zu zehn Stunden am normalen Unterricht in einer Gastklasse teil.

(Autorin: Barbara Kamisli)

Artikel vom 24.06.2017 aus der HNA