Flexibel, aber noch nicht fliegend

Sponsoren, Förderer, Kinder und Lehrer: von rechts Schulsekretärin Claudia Hartung, René Waage, Ingo Päschke, Jürgen Bubenhagen, vorne sitzend Schulleiterin Gabriele Wolff, dahinter Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat, daneben Tanja Bischoff und Ewa Trulsen. Foto: Zirzow

 

Ein besonders wandelbares Klassenzimmer hat die Fritzlarer Grundschule an den Türmen bekommen

Fritzlar. Eine großflächige Lernlandschaft, in der eine Atmosphäre des Wohlfühlens herrscht: Das sollte das flexible Klassenzimmer werden, das die Fritzlarer Schule an den Türmen bekommen hat. Individualität und Teamgeist sollen gefördert werden, die Möbel sollen flexibel eingesetzt werden, um unterschiedlicheFormen des Unterrichts zu ermöglichen. An den beweglichen Tafeln können die Ergebnisse der Schüler anschaulich präsentiert werden.

„Der Unterricht muss heute stärker auf die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der einzelnen Kinder eingehen.“ G A B R I E L E W O L F F ,S C H U L L E I T U N G

Mit zwei Liedern begrüßte der Schulchor die Gäste zur Einweihung. Gabriele Wolff, stellvertretende Schulleiterin, richtete ein umfassendes Dankeschön an alle Helfer und Sponsoren. Dazu gehörten neben Bürgermeister Hartmut Spogat auch Tanja Bischoff von der Sparda-Bank, Ingo Päschke von der VR-Bank Schwalm-Eder, Jürgen Bubenhagen von der Kreissparkasse Schwalm-Eder sowie Ewa Trulsen und René Waage vom Förderverein der Schule. Die Banken hatten insgesamt 15 000 Euro für die aus ihrer Sicht zukunftsweisende Idee bereit gestellt, von der VR-Bank kamen 7500 Euro, von der KSK 5000 Euro und von der Sparda-Bank 2500 Euro.

In der Eingangshalle

Die große Eingangshalleder Schule bot sich für das flexible Klassenzimmer an. Dort, wo sonst Elternversammlungen und Jahrestreffen stattfinden, wurde das flexible Klassenzimmer eingerichtet.Jetzt stehen dort Schränke, Tafeln, Container, Tische und Stellwände auf Rollen, sodass der Aufbau einer Lernumgebung dem Unterrichtszweck angepasst wird. Die Kinder können frei oder unter Anleitung lernen und Themen entdecken. Dabei sitzen sie nicht auf Stühlen, sondern auf speziellen Hockern namens „Hokki“. Sie sollen dem Bewegungsdrang der Mädchen und Jungen entgegenkommen. Im Klassenzimmer sind auch Rückzugsmöglichkeiten in Form von Lese- und Kreativecken vorgesehen. Gabriele Wolff erklärte, dass Lernen in der heutigen Zeit nicht nur eine Ansammlung von Wissen sei, sondern es um Sozial- und Methodenkompetenz gehe. Das bedeutet beispielsweise, selbst Informationen zu recherchieren, zu gewichten und sich anzueignen.Der Unterricht müsse heute stärker auf die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der einzelnen Kinder eingehen,
sagte Wolff: „Das alles kann hier in diesem flexiblen Klassenzimmer verwirklicht werden.“                                                                                           Von Rainer Zirzow