Sakraler Blick durch die Linse

Sie präsentieren den Rundgang durch Fritzlars Kirchengeschichte (v.l.): Autor Michael Auerbach, Ingo Päschke (VR-Bank), Museumsverwalter Alfons Brüggemeier und Stadtarchivar Clemens Lohmann.

Bildband zeigt geistliche Häuser in Fritzlar

Fritzlar. Den Dom in Fritzlar haben sicherlich schon viele Menschen gesehen, die evangelische Stadtkirche vermutlich ebenfalls - doch die Stadt und die dazugehörigen Dörfer hat noch viel mehr zu bieten. „Wer kennt die Kapelle ,Sankt Antonius der Eremit', die bereits seit dem 13. Jahrhundert in Rothhelmshausen steht oder wann hat man die Gelegenheit, einen Blick in die Kapelle der Militärseelsorge in Fritzlar zu werfen?“ - diese und andere Fragen stellte sich Hobbyfotograf Michael Auerbach, als er zwei Jahren auf Motivsuche ging.

Mit seinem Bildband ,,Kirchen und Kapellen in der Dom- und Kaiserstadt Fritzlar" liefert der Autor auf 120 Seiten die Antworten. Mehr als 700 Farbfotos geben dabei einen interessanten Einblick in 15 Kirchen, zehn Kapellen, einen Gemeindesaal und einen Gottesdienstraum. Auerbach rückt die Bauwerke fotografisch in den Fokus des Betrachters und würdigt ihre besondere geschichtliche, architektonische und gesellschaftliche Bedeutung. Zahlreiche großformatige Fotos geben einen Gesamteindruck vom Äußeren der Gebäude, die Innenaufnahmen zeigen vor allem einzelne Objekte und Details, wie beispielsweise Altäre, Kreuze, Taufsteine, Kanzeln, Skulpturen oder Fresken. Bisweilen geht ein beeindruckender Blick in die Höhe der Kirchenräume, wo Rippen, Bänder und Kapitelle der Säulen zu entdecken sind.

Genaue Beschreibungen und historische Hintergründe erläutern den Rundgang durch Fritzlars Kirchengeschichte, Lagepläne erleichtern dabei die Orientierung. „Man staunt, wie viele sakrale Bauten es heutzutage, neben Dom und Minoritenkirche, in Fritzlar und Umgebung gibt“, sagte
der ehemalige Bundeswehr- Offizier bei der Vorstellung seines jüngsten Werkes. Bereits vor vier Jahren hatte Auerbach eine sehenswerte Fotosammlung präsentiert.
„Von Türen und Portalen“ hieß das Buch, das der Geschichtsverein Fritzlar als Sonderband
„Beiträge zur Stadtgeschichte“ veröffentlicht hatte.
Auch diesmal beteiligten sich die Historiker, Stadtarchivar Clemens Lohman half bei der  Auswahl der Bilder und redigierte die Texte, Alfons Brüggemeier vom Regionalmuseum gestaltete den Bildband, von dem 250 Stück aufgelegt wurden.

Darüber hinaus unterstützte die Heimatstiftung der VRBank die Realisierung des Projekts mit einer Spende von 4.000 Euro. Das Buch eignet sich ideal als Weihnachtsgeschenk und ist ab sofort zum Preis von 19 Euro in der Tourist Information Fritzlar erhältlich. Foto: Köster