Mobilität für Verpflegung


Fahrzeugübergabe: von links Manfred Lau, Dr. Gunther Claus, Volker Komiske, Thomas Gille, Tanja Bodenhorn, Markus Boucsein, Jörn Käsemodel, Martin Lüdicke, Uwe Riemann, Franz Pickenhahn und Stefan Kördel. Foto: Wenderoth

Dank Spendengeld hat das Rote Kreuz Melsungen einen neuen Spezialanhänger

V O N  H E L M U T  WE N D E R O T H

MELSUNGEN. Der Rotkreuz-Ortsverband Melsungen hat einen neuen Verpflegungsanhänger in Betrieb genommen. Mit dem 8000 Euro teuren Fahrzeug sind Einsätze bei Großschadenslagen besser zu schultern. Spendengeld machte die Anschaffung möglich. Der zweiachsige Anhänger mit Stromaggregat ist nach den Erfordernissen des Roten Kreuzes ausgebaut und eingerichtet worden. Seine ersten Bewährungsproben hat er überstanden: Bei einem Unwetter und bei einem Kleidertransport zum Flüchtlingslager Schwarzenborn wurde der weiße Hänger inzwischen eingesetzt. In Zukunft soll er bei großen Feuerwehreinsätzen, bei der Staubetreuung auf der Autobahn und Unwettern auf Achse sein.

Spendengeld hatte die Anschaffung möglich gemacht. So hatte Martin Lüdicke bei seiner Abschiedsfeier aus dem Berufsleben auf Geschenke verzichtet und stattdessen von seinen Gästen eine Spende fürs Rote Kreuz Melsungen erbeten. Zusätzlich bat der Ortsverein mit seinem Vorsitzenden Dr. Gunther Claus auch die Kreissparkasse Schwalm-Eder und die VR Bank Schwalm-Eder erfolgreich um Unterstützung. Auch eine Zuschussanfrage bei der Stadt Melsungen hatte Erfolg.

Eine Innenbeleuchtung und einige Einbauten werden in den nächsten Wochen noch folgen. Eine Spende des Motorsportclubs, die Vorsitzender Franz Pickenhahn überreichte, kam da gerade recht. Das Geld stammt aus einer Tombola beim Grasbahnrennen, aber auch aus vielen Einzelspenden von Rennfahrern. Damit dankten sie und der Motorsportclub dem Roten Kreuz für 55 Jahre Unterstützung bei über 100 Veranstaltungen.

Claus dankte in seiner Ansprache allen Spendern, besonders aber Martin Lüdicke, für die Unterstützung. Mit dem Hänger sei eine schnelle Hilfe bei Großeinsätzen möglich. Heiße Verpflegung und Getränke für Betroffene und Einsatzkräfte können innerhalb kurzer Zeit an den Einsatzstellen zur Verfügung gestellt werden.

Bereitschaftsleiterin Tanja Bodenhorn dankte auch den Rotkreuz-Helfern des Ortsverbandes: Sie waren durch die Zeltstadt in Schwarzenborn in den vergangenen Wochen stark gefordert. In 14 Tagen legten sie zwischen Melsungen und Schwarzenborn allein 1300 Kilometer zurück. Elf Helfer aus Melsungen haben dabei über 400 Stunden freiwilligen Dienst für Essensausgabe, Zeltaufbau und Betreuung der Flüchtlinge geleistet.