„Wir brauchen mehr Zeit und Geld“

Europa war Thema: von links Stefan Kördel, Anja Kukuck-Peppler und Referent Udo van Kampen. Foto: privat

Udo van Kampen sprach vor VR-Bank-Kunden

SCHWALM-EDER. Europa stand im Mittelpunkt des Vortrags von Udo van Kampen. Der langjährige Leiter des ZDF-Studios in Brüssel war auf Einladung der VR-Bank Schwalm-Eder in die Melsunger Kulturfabrik gekommen. 600 VR-Bank-Kunden verfolgten während der Veranstaltung „VR-KundenDialog“ vanKampens Thesen zu Europa.
Der Europa-Kenner sprach unter anderem über die Themen Flüchtlinge, Griechenland, Syrien und die Bankenkrise. Fünf Jahre lang hat der Korrespondent die Griechenland-Politik begleitet. Nach vielen Gesprächen – auch mit Mitarbeitern des griechischen Ministeriums – ist er davon überzeugt, dass sich bei allen ausschließlich politischen Entscheidungen die Situation nicht ändern wird. „Wir brauchen mehr Zeit und mehr Geld – diese Sätze werden wir noch oft hören.“
Mit Zuversicht blickte van Kampen auf die Bankenkrise in Europa. Er meint, dass Deutschland von allen Ländern am besten durch die Krise gekommen sei. „Insbesondere die VR-Banken haben den stärksten Einlagensicherungsfonds“, sagte van Kampen. Zum Schluss warf der Journalist auch einen Blick auf Europas Zukunft. „Wenn wir langfristigden Euro halten wollen, brauchen wir mehr Europa und nicht weniger.“
Die Zuschauer und der VR-Bank-Vorstand waren begeistert von van Kampen. „So persönlich,
wie er allen zur Begrüßung die Hand schüttelte, hat er auch jeden Einzelnen im Raum angesprochen, seinen Beitrag für Europa zu leisten.“